Schweizer Esprit-Läden sind konkurs

publiziert: Mittwoch, 27. Mrz 2024 / 23:10 Uhr
Esprit strebt danach, wieder zu einer globalen Marke zu werden und plant Flagship-Stores an den teuersten Einkaufsstrassen der Welt zu eröffnen.
Esprit strebt danach, wieder zu einer globalen Marke zu werden und plant Flagship-Stores an den teuersten Einkaufsstrassen der Welt zu eröffnen.

Die Esprit Switzerland Retail AG hat Insolvenz angemeldet. Der Mutterkonzern Esprit in Hongkong gab bekannt, dass die Tochtergesellschaft in der Schweiz zahlungsunfähig geworden ist. Der Antrag auf Insolvenzverfahren wurde beim zuständigen Gericht eingereicht. Seit Dienstag sind die Türen der 23 Esprit-Geschäfte in der Schweiz geschlossen. 150 Mitarbeiter sind von dieser Entwicklung betroffen.

Die Kleidung der Marke Esprit kann weiterhin in den verbleibenden 19 Filialen, die als Franchise geführt werden, erworben werden. Auch der Onlineshop bleibt weiterhin aktiv. Esprit war einst eine der beliebtesten Kleidermarken in der Schweiz, doch der Konkurs zeichnete sich bereits in den vergangenen Jahren ab.

Esprit gab bekannt, dass die Schliessung der Filialen und die Insolvenz unvermeidbar waren. Die Verkäufe gingen aufgrund der allgemeinen Konjunkturschwäche zurück, während die Betriebskosten stiegen. Als Gründe nannte Esprit die steigenden Strompreise und höhere Logistikkosten. Auch die zu hohen Mieten in zu grossen Geschäften trugen zur Insolvenz bei.

Die Probleme der Schweizer Esprit-Tochter waren bereits Ende 2023 bekannt, als der Mutterkonzern in Hongkong eine Verschuldung von 12 Millionen Franken für Esprit Schweiz bekannt gab. Esprit plant eine umfassende Neustrukturierung in der Schweiz und will das Geschäft mit Grosshandels- und Franchisepartnern stärken, sowie den Onlinehandel ausbauen.

Die Schwierigkeiten bei Esprit beschränken sich jedoch nicht nur auf die Schweiz. Das börsennotierte Unternehmen schreibt seit zehn Jahren fast ausschliesslich Verluste. Im Februar wurde erneut eine Gewinnwarnung an Investoren verschickt, da ein Verlust von 225 Millionen Euro erwartet wird. Hauptgrund für die Verluste sei die sinkende Kaufkraft in Europa, besonders in Deutschland.

Die Zukunft von Esprit in China?

Das im Jahr 1968 in den USA gegründete Modeunternehmen Esprit hat heute Niederlassungen in über vierzig Ländern weltweit. Besonders erfolgreich war das Unternehmen in den 1990er und frühen 2000er Jahren, mit Topmodels wie Gisele Bündchen als Markenbotschafterinnen. Esprit erzielte einen Jahresumsatz von über drei Milliarden Euro. Jedoch verlor das Unternehmen spätestens ab den 2010er Jahren vor allem die jüngere Kundschaft. Früher stand Esprit für die neuesten Trends, heute ist unklar, welche Zielgruppe mit den Kollektionen angesprochen werden soll. Der ehemalige CEO von Esprit, der 2020 zurücktrat, sagte: «Wir sind uns einig, dass die Marke Esprit für nichts steht.»

Bis zur Jahr 2020 hatte Esprit seinen Hauptsitz in Deutschland. Anfang 2020 meldeten mehrere Tochtergesellschaften in Deutschland Insolvenz an. Ein Drittel der Mitarbeiter wurde entlassen und hundert Filialen geschlossen. Deutschland bleibt nach wie vor der wichtigste Markt für Esprit, gefolgt von Europa. Im selben Jahr wurde eine chinesische Investorin zur neuen Hauptaktionärin von Esprit. Karen Lo besetzte das Führungsteam grösstenteils mit Personen aus ihrem Umfeld. Der Hauptsitz wurde zuerst nach Hongkong und dann nach Bermuda verlegt - aus steuerlichen Gründen.

Die Kleidung wird nun in New York entworfen. Esprit strebt danach, wieder zu einer globalen Marke zu werden und plant Flagship-Stores an den teuersten Einkaufsstrassen der Welt zu eröffnen. Das Erscheinungsbild von Esprit ist nun bunter und auffälliger. In der Schweiz ist dieses Vorhaben vorerst gescheitert.

(fest/news.ch)

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