Nach Parmalat-Pleite geraten Banken ins Visier

publiziert: Montag, 5. Jan 2004 / 12:54 Uhr / aktualisiert: Montag, 5. Jan 2004 / 13:12 Uhr

Rom - Italienische und ausländische Banken geraten immer tiefer in den Sog des Skandals um den insolventen italienischen Nahrungsmittelkonzern Parmalat. Schweizer Banken werden nicht erwähnt.

Hauptleidtragende sind wieder mal die normalen Arbeiter. (Archiv)
Hauptleidtragende sind wieder mal die normalen Arbeiter. (Archiv)
Die Staatsanwaltschaft von Parma ermittelt gegen die vier Banken Deutsche Bank, San Paolo IMI, Capitalia und Monte Paschi. Topmanager der Finanzinstitute sollen in den kommenden Tagen vernommen werden, wie die römische Tageszeitung La Repubblica berichtete.

Rainer Masera, Präsident von Italiens zweitgrösster Bank San Paolo IMI, war bereits am vergangenen Mittwoch vernommen worden. Von der Deutschen Bank wollen die Staatsanwälte wissen, warum der Konzern im November seine Beteiligung an der Parmalat-Tochter Parmalat Finanziaria von 2,5 auf 5,1 Prozent verdoppelt hatte, obwohl die Gruppe bereits am Rand der Insolvenz stand.

Die römische Bank Capitalia, die mit Krediten von 393 Mio. Euro (rund 613 Mio. Fr.) zu den meist belasteten Gläubigerbanken Parmalats zählt, soll über den Eintritt des Parmalat-Firmengründers Calisto Tanzi in den Verwaltungsrat vor einigen Wochen berichten.

Die Ermittler wollen klären, ob die Banken die Anleger irre geführt haben könnten, indem sie sie zum Erwerb von Parmalat-Bonds aufforderten, obwohl sie über die katastrophale Finanzlage des Milchkonzerns genau informiert waren.

Auch die spanische Bank Santander Central Hispano wird von den Ermittlern unter Druck gesetzt. Teil der Parmalat-Schwarzgelder, die laut den Staatsanwälten im Ausland verschwunden sind, könnten über Konten der spanischen Bank gelaufen sein, spekulierten italienische Medien.

Die Untersuchungen gegen italienische Manager der Buchprüfungsgesellschaften Grant Thornton und Deloitte & Touche, die Parmalat-Bilanzen testiert hatten, laufen ebenfalls auf Hochtouren. Sie könnten bald zu aufsehenerregenden Resultaten führen, hiess es.

(fest/sda)

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