Medienkonferenz der FIFA in Zürich

Fussball: Blatter vermutet «Schwarzes Konto» der ISMM-ISL

publiziert: Freitag, 25. Mai 2001 / 19:13 Uhr / aktualisiert: Samstag, 7. Jul 2001 / 23:05 Uhr

Zürich - FIFA-Präsident Sepp Blatter hat die Vermutung geäussert, dass auf ein «Schwarzes Konto» der bankrotten Zuger Marketing-Gesellschaft ISMM-ISL rund 75 Millionen Franken einbezahlt wurden. Dabei soll es sich um eine Zahlung der brasilianischen TV-Anstalt «O Globo» handeln. Sollte sich dies bewahrheiten, will die FIFA rechtliche Schritte einleiten.

«Dies ist ein Konto, das wir von der FIFA nicht einsehen können», wies Blatter eine Mitschuld an dieser Zahlung zurück. Deshalb wird der Gewinn, den der Weltverband aus dem Verkauf der TV-Rechte für die Weltmeisterschaften 2002 erwirtschaften wird, um 75 Millionen Franken geringer ausfallen.

Die ISMM hatte für die FIFA die TV-Rechte, die Tochter-Firma ISL die Marketing-Rechte verkauft. Nachdem vor wenigen Tagen über die gesamte ISMM-Gruppe der Konkurs eröffnet worden war, gingen diese Rechte aus vertraglichen Gründen an die FIFA zurück. Dem Weltverband droht jedoch ein grosser Verlust, weil die ISL zweckgebundene Gelder für andere Geschäftszweige gebrauchte. «Bis Ende Mai werden uns alle Sponsoren die Unterlagen aus den Geschäften mit ISL zustellen. Dann können wir den Fehlbetrag genau beziffern. Ich gehe jedoch davon aus, dass es weniger als die befürchteten 100 Millionen Franken sein werden», sagte Blatter.

Des Weitern wurde die verworrene Vertrags-Situation um die Rechte und Verträge der ISMM-Gruppe erklärt. Die deutsche Kirch-Gruppe, welche die TV-Rechte in Europa und den USA verkauft hatte, wird wohl die Option wahrnehmen, die von der ISMM im Rest der Welt veräusserten Verträge zu übernehmen.

Während bei der Veräusserung der TV-Rechte die Kirch-Gruppe wohl weltweit die Verträge mit den Fernseh-Gesellschaften abschliessen wird, ist die Situation im Marketing-Bereich anders. Durch die Mitte April gegründete eigene Marketing AG will die FIFA die Geschäfte mit den Sponsoren selber abwickeln. Die elf Sponsoren, welche die ISL akquiriert hatte, bleiben der FIFA erhalten. Drei weitere werden nun von der «FIFA Marketing AG» gesucht. Zudem ist der Weltverband bestrebt, 75 ISL-Mitarbeiter zu engagieren und dadurch 75 Arbeitsstellen der ISL zu retten.

Blatter wies erneut die Bestechungs-Vorwürfe gegen seine Person zurück. «Ich habe noch nie versucht, jemanden zu bestechen. Und ich bin auch absolut nicht bestechlich. Diese Aussage würde ich auch unter Eid machen», erklärte der Walliser. Blatter räumte ein, dass in den 26 Jahren, die er für die FIFA arbeitet, Versuche unternommen wurden, ihn zu beeinflussen. «Versuche, die man vielleicht als Bestechung bezeichnen kann.»

(kil/sda)

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