FIFA-Präsident Sepp Blatter im Kreuzfeuer Deutscher Medien

publiziert: Montag, 21. Mai 2001 / 22:23 Uhr / aktualisiert: Samstag, 7. Jul 2001 / 23:08 Uhr

Berlin - Wurde FIFA-Präsident Joseph Blatter von Managern der pleite gegangenen Zuger Sportvermarktungsfirma ISL unter Druck gesetzt? Wusste Blatter von dubiosen ISL-Konten in Liechtenstein? Deutsche Zeitungen fahren gegen Blatter schweres Geschütz auf.

Die "Süddeutsche Zeitung" und die "Berliner Zeitung" berichteten in ihren Ausgaben vom Montag, FIFA-Präsident Joseph Blatter sei von ISL-Managern unter Druck gesetzt worden, die Verträge mit dem Schweizer Unternehmen nicht zu kündigen. Anderenfalls würden "unliebsame Informationen über sein Geschäftsgebaren an die Öffentlichkeit gelangen." FIFA-Sprecher Andreas Herren gab am Montag eine Stellungnahme Blatters wieder, in der es heisst: "Alles, was gegenwärtig herumgereicht wird, ist haltlos." "Die FIFA ist interessiert an Aufklärung", sagte Herren. Dies sei Sache des Richters im Konkursverfahren gegen ISMM/ISL: "Der muss entsprechende Verflechtungen aufdecken und sämtliche Aktiva aufdecken."

ISMM/ISL hatte von der FIFA Marketing- und TV-Rechte an den Weltmeisterschaften 2002 und 2006 in Höhe von 2,4 Milliarden Franken erworben. Diesen Vertrag hatte die FIFA in der vergangenen Woche gekündigt, nachdem ein Rettungsversuch von ISMM/ISL durch den französischen Mischkonzern Vivendi gescheitert war. Bis zuletzt hatte die FIFA ein Interesse an dem Überleben des Marketingunternehmens gezeigt. Der Zuger Konkursrichter hat am Montag die Liquidation der ISMM/ISL angeordnet.

Stiftung in Liechtenstein

Nach Informationen der beiden deutschen Zeitungen hat das Schweizer Unternehmen in Liechtenstein eine mit 60 Millionen Schweizer Franken ausgestattete Stiftung unter dem Namen "Nunca" unterhalten. Als die finanzielle Schieflage dramatisch wurde, habe die ISMM-Gruppe eine Restsumme von 17 Millionen Franken in ihr Unternehmen zurück zu transferieren versucht. "..dann stürzt auch Blatter.."

Bei ihrer Darstellung beziehen sich die "Süddeutsche Zeitung" und die "Berliner Zeitung" auch auf eine Veröffentlichung der Zürcher "Weltwoche". Darin werden ISL-Manager mit der Aussage zitiert: "Wenn die ISL untergeht, dann stürzt auch Blatter." Ein namentlich bekannter Anwalt habe in der FIFA-Zentrale in Zürich "vorgesprochen und mit Schlammschlacht und Anzeige gegen Blatter gedroht, falls die FIFA die ISL fallen lasse". Am vergangenen Freitag hatte die FIFA die Kündigung ihrer Verträge mit ISMM/ISL unter Hinweis auf den gescheiterten Rettungsversuch des Marketingunternehmens aus Zug mitgeteilt.

"Gerüchte"

Herren bezeichnete die Veröffentlichungen als "Gerüchte, die seit Wochen kursieren" und als "Mutmassungen". Er nannte die Stiftung eine Einrichtung, "die es scheinbar gibt". Die FIFA überlege gegenwärtig, welche Schritte zu unternehmen seien.

(ba/sda)

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