Geschäft soll von Mutterfirma abgetrennt werden
Spiele-Pionier Atari stellt Insolvenzantrag in den USA
publiziert: Dienstag, 22. Jan 2013 / 11:33 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 22. Jan 2013 / 17:40 Uhr
Atari war ein Pionier im Spielekonsolen-Markt und auch bei Heimcomputern.
Atari war ein Pionier im Spielekonsolen-Markt und auch bei Heimcomputern.

Der Computerspiele-Pionier Atari hat einen Insolvenzantrag für sein Geschäft in den USA gestellt. Das mehr als 30 Jahre alte Unternehmen, dass mit Spielen wie «Pong» oder «Asteroids» einst an den Anfängen der Computerspiele-Industrie stand, will sich unter Schutz vor seinen Gläubigern sanieren.

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Atari kämpfte nach der Blütezeit in den 80er Jahren schon lange mit Problemen.

Nach Informationen der Los Angeles Times ist das Ziel, das US-Geschäft von der französischen Mutterfirma abzutrennen und mit dem Geld neuer Investoren eigenständig fortzuführen. Die Zukunft von Atari solle dann unter anderem in mobilen Spielen liegen. Diese Ankündigung überrascht nicht. Schon vor mehr als zehn Jahren berichteten wir über Atari-Spieleklassiker, die sich auf mobilen Endgeräten spielen liessen. Damals handelte es sich um eine Kooperation mit Motorola.

Es seien bereits mehrere Millionen Dollar für die Fortführung des Geschäfts gesichert worden. Atari hat den Grossteil des Geschäfts in den USA, hatte aber den Konzernsitz in Europa und ist an der französischen Börse notiert. Jetzt stellten die US-Tochter Atari Inc. und drei weitere Firmen am späten Sonntag einen Insolvenzantrag in New York. Seit den 80er Jahren viele Aufspaltungen und Eigentümerwechsel

Atari, gegründet 1972, fing mit Spieleautomaten an und war später ein Pionier im Spielekonsolen-Markt und auch bei Heimcomputern. Die Apple-Gründer Steve Jobs und Steve Wozniak arbeiteten 1975 kurze Zeit bei Atari, kurz bevor sie sich selbstständig machten. In den folgenden Jahren konnte Atari jedoch sowohl bei Spielekonsolen als auch bei Computern nicht mit erfolgreicheren Konkurrenten mithalten. Seit den 80er Jahren gab es eine Serie von Aufspaltungen und Eigentümerwechseln, häufig begleitet von finanziellen Problemen.

Aus Europa hatte sich Atari schon lange zurückgezogen. Dabei war Atari vor dem Zeitalter des PCs eines von drei Rechner-Systemen, die bei Privatpersonen stark verbreitet waren. Neben Atari machten damals auch der C64 und Amiga von sich Reden. Vor allem in den 80er Jahren waren alle drei Systeme stark verbreitet, verschwanden dann mit dem Siegeszug des PC Mitte der 90er jedoch recht schnell von der Bildfläche. Fans haben diese Retro-Rechner jedoch bis heute bei sich zu Hause stehen - für viele waren Amiga, Atari oder C64 der erste Kontakt mit Computern.

Hintergrund des Insolvenzantrags ist auch die Trennung vom bisherigen Geldgeber BlueBay Asset Management, wie die Los Angeles Times berichtete. Eine Kreditlinie über 28 Millionen Dollar sei zum Jahresende 2012 ausgelaufen und damit sei Atari ohne Geld für die Weiterentwicklung laufender Projekte gewesen. Versuche, schnell frische Mittel aufzutreiben, seien unter anderem an der französisch-amerikanischen Unternehmensstruktur gescheitert.

(Thorsten Neuhetzki/teltarif.ch)

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