publiziert: Freitag, 14. Dez 2001 / 16:40 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Dez 2001 / 17:07 Uhr
Langenthal - Die Porzellanfabrik Langenthal, die Mitte November ein
Gesuch um Nachlassstundung eingereicht hat, geht nicht Konkurs. Der
zuständige Richter hat das Gesuch gutgeheissen.
Dies bestätigte Sachwalter Kurt Stöckli von der Transliq AG in Bern
auf Anfrage. Stöckli beurteilt die Chancen, dass das Nachlassverfahren
abgeschlossen werden kann, als sehr gut.
Die Porzellanfabrik hat
nun sechs Monate Zeit, Investoren zu suchen und ihre finanzielle
Situation zu regeln. Diesbezügliche Verhandlungen sind angelaufen.
Für die Nachlassstundung werden die Aktiven auf rund 6,1 Millionen Franken
veranschlagt. Die ungesicherten Forderungen betragen rund 5,5 Millionen
Franken und die pfandgesicherten, privilegierten Forderungen 4,9 Millionen
Franken, wie die Sachwalterin mitteilte. Die Dividende wird auf
rund 21 Prozent geschätzt.
Wie Thomas Groh, Präsident des Verwaltungsrats, Mitte November
gesagt hatte, liegt der Finanzbedarf zwischen 3 und 5 Millionen Franken.
«Dies würde reichen, um mehr als 1'000 Arbeitsplätze zu retten»,
sagte er.
Die Porzellanfabrik Langenthal hat Ende November ihren 83
Angestellten in Langenthal gekündigt. Die Kündigungen wurden
vorsorglich ausgesprochen. Ziel sei es, Investoren zu finden, und
die Angestellten oder einen Teil davon weiterzubeschäftigen, sagte
Stöckli.
Die Porzellanfabrik beschäftigt rund 1'000 Personen in der
Tschechischen Republik, Frankreich, Österreich, Italien und der
Schweiz.
In Langenthal befindet sich die Geschäftsleitung der
Gruppe und die Bereiche Logistik, Design sowie ein Teil der
Produktion.
(sk/sda)