Endgültiges Aus für die Pendlerzeitung «.ch»
publiziert: Montag, 4. Mai 2009 / 11:30 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Mai 2009 / 19:38 Uhr

Bern - Die Gratiszeitung «.ch» wird eingestellt. Ausschlaggebend sind wirtschaftliche Gründe. Bereits am Dienstag erscheint das Blatt nicht mehr. Von der Einstellung sind 69 Mitarbeitende in Redaktion und Verlag betroffen.

Morgen gibt es schon keine «.ch»-Zeitung mehr.
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Dies entspricht 61 Stellen, wie der Verwaltungsrat der Punkt ch AG mitteilte. Der Entscheid zur definitiven Einstellung stehe unter dem Vorbehalt der Mitwirkungsrechte der Mitarbeitenden, heisst es weiter. Dieses Mitwirkungsrecht kommt zum Zug, wenn Massenentlassungen ausgesprochen werden.

Die Mitarbeitenden hätten nun zwei Wochen Zeit, Lösungen für einen allfälligen Weiterbetrieb zu machen, sagte Verwaltungsratspräsident Ernst Buob auf Anfrage. «Wir halten uns damit an das Gesetz.» Grosse Chancen sehe er nicht.

Denn der Verwaltungsrat sei nach sorgfältigen Überlegungen zum Schluss gekommen, dass das Pendlerblatt nicht wie geplant 2011 rentabel sein würde. Die Investoren müssten jetzt hohe, zweistellige Millionensummen einschiessen. Dazu seien sie nicht bereit, so Buob.

«Fairer Sozialplan» gefordert

Auf der Redaktion sei die Betroffenheit gross, sagte Chefredaktor Rolf Leeb auf Anfrage. Die Mediengewerkschaften comedia und impressum fordern einen «fairen Sozialplan». In Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Situation stehe der Verlag besonders in der Pflicht, schreibt comedia.

Impressum bezweifelt zudem, dass nur die wirtschaftliche Entwicklung für die Misere verantwortlich ist. Vielmehr sei der Markt mit Gratisprodukten überschwemmt und bewusst Überkapazitäten in Kauf genommen worden. Diese Kritik richtet sich insbesondere an «News» von Tamedia.

«.ch» ist Mitte September 2007 erstmals erschienen. Nach einer schwierigen Anlaufphase wurde «.ch» im Oktober 2008 neu lanciert. Blatt-Gründer Sacha Wigdorovits schied aus. Das neue redaktionelle Konzept und die ausschliessliche Verteilung über Boxen und Kolporteure hatten dazu geführt, dass die Zahl der täglichen Leser innert weniger Monate auf rund 400'000 beinahe verdoppelt werden konnte.

(smw/sda)

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Aber nicht ganz unerwartet. Es sind einfach zu viele Gratis-Zeitungen am Markt und nicht jede hat wie 20 Minuten einen so langen Atem um die Durststrecke durchzustehen.
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